Wolett-album 2026

•Die wahren Schönheiten des Lebens•

»NATÜRLICHE SCHÖNHEIT«

PROLOG

Das Wesen, das der Mensch in sich trägt, ist die Verbindung zur Schönheit, die er nach außen strahlt.
Es ist die wahre Natur – die natürliche Schönheit des Menschen, die sich entfaltet, wenn man sie im Inneren findet.

Erfreuliche Knospen, wie sie aufgehen und fühlerisch gedeihen,
Glücksstrahlend wie Menschenkinder, als wären sie froh bei uns zu sein.

Üppige Pflanzen, turmhohe Bäume, aus denen die wohlerzogenen Sprösslinge ausgehen – und die sie uns letztlich auch vererben,
Gewiss sind sie zu unseren Gunsten hier auf Erden.

Siehe der Regen, der auf den Baum fällt,
Und die Sonne, die ihr Lebenskraft schenkt, indem sie die Welt mit ihrem Glanz erhellt.
Auf ähnliche Weise profitieren auch wir von diesen Gaben und Reichtümern der Natur,
Bekommen Tageslicht, Wasser und Nahrungszufuhr.


Kannst du sehen, wie herrlich Tiere sich innerhalb der Bäume und Pflanzen aufhalten?
Wie wohl sie sich fühlen und in der Schönheit der Natur ein Fest veranstalten.
Während sie gleichzeitig selbst die natürliche Schönheit repräsentieren,
Das Leben mit „Wahrer Schönheit“ verzieren!

All diese Schönheiten sind auch uns Menschen wohl angeboren,
Allerdings scheinen wir manchmal durch Strapazen, Leid oder Missgunst, an dieser Schönheit zu rütteln und zu zerren.
So wird nur jener, der sich den guten Elementen im Leben hingibt, stets des wahren Schönheitsglückes auserkoren,
Obgleich die Damen als auch die Herren!

Also fange jetzt an: Denke und fühle Gutes, um Schönheit und Wohlstand zu erlangen,
Um die Herzen andrer auf dich zu lenken, gleich wie Pflanzen und Tiere bei uns, geradezu ohne Bangen.

Nun wage es und lebe frei, denn so ist es eben:
Die wahre Schönheit zeigt sich nur, wenn wir wonneleben!


EPILOG

Derjenige der gut denkt und fühlt, wird schön sein. 
Und wenn er nicht schön ist, wird er schön werden! 
Gleichschön wie all die Pflanzen und Tiere hier auf Erden!

»DER MENSCH IST FASZINIERT«

PROLOG

Wir dürfen vor lauter Liebe zu Technik und Fortschritt unseren Ursprung nicht vergessen.
Die Natur ist unser wahres Zuhause – der Boden, auf dem wir alle stehen. Die Technik hingegen ist ein Werkzeug; eine Klinge, mit der man das Leben erleichtern oder sich in die Seele schneiden kann.

Sicherer Frühling Jahr für Jahr den Winter belebt,
Unzählige Schönheiten und Beschenkungen vor meine Füße gelegt.

Ich spüre die Urkraft von Feld und Wald, von See und Meer, von Land und Luft,

Liebe das Leben und den Sommerduft.

Mein Blick möchte wandern,
Von einem zum andern,
Vom großen Berg bis zum kleinen Spalt, vom Weizen bis zum Klee,
Von den Sternen bis zur Kluft, von der Ameise bis zum Falken. – Vom Frühling bis zum Schnee.

Wie schön! Was für ein großes Glück,
Das die Welt so lebendig beschmückt
– Und durch unterschiedlichste Wunder stets mein Leben großzügig entzückt!
So gebührt es mir, diese Schenkungen zu beachten, immerfort nach ihr zu trachten, sie zu schätzen und sie zu leben,
Völlig ohne Scheu zu hegen.

EPILOG

So viel Schönheit gratis geschenkt!
Der Mensch staunt – er geniest es, Schönes zu betrachten, zu bewundern und zu erleben. Er weiß alles zu schätzen und zeigt seine Dankbarkeit!

»DER WINTER SPRICHT«

Teil 1

(Dark-Version)

PROLOG

Der dunkle Winter kommt wie aus dem Nichts;
seine Herkunft findet sich im Unendlichen.
Winter ist die Abwesenheit von Wärme. Die Abwesenheit von Liebe.
Hier beißt der Winter, in diesem Gedicht.

Alle Wesen vorbereitet und auf der Hut, in meinen Zeiten,
Bei denen sich kahle Landschaften, wie aus dem Nichts, über die Sommerlieder singenden Länder verbreiten.


Denn wenn Leben spendendes Wasser, wird zu festen Klumpen
Und nahrhafte Seen erstarren zu hartem Eis, wie Stählern,
Kann man diesem Frost nur trotzen, mit einem guten Fell oder warme Lumpen,
– An sicheren Orten geborgen, mit ausreichend Speisen und Mählern.

Dann ehren alle Wohlbefinden bei Wohn- und Heim,
Ob in Höhle, Kobel, unter der Erde oder im Gestein.

So wahr bin ich! –
Doch bin ich nicht Etwas, sondern bin die Leere,
Die, wenn die Welt der Sonne den Rücken kehre.
Ähnlich einem schwarzen Schatten, der bei Gelegenheit das Leben bedeckt,
Als finstere Dunkelheit, in den unendlichen Tiefen des Alls versteckt.

Mit übermenschlichen Graden wie 200 minus, bin ich eigentlich das was mangelt, nicht das was ist.
– Und doch bin ich ganz sicherlich, unübersehbar, wenn die Sonne nur rar zu euch spricht!

Zwar bin ich im All mit meiner vollen Pracht, die ewig währende finstere Nacht,
Weiche aber vollen Willens, weil euer Nachbarstern freudig zu euch lacht.
Dabei bin ich selbst auch fasziniert vom großen Leben,
Weil ich sehe, wie all die Wesen, trotz des Winters wonneleben.

Bin also gerne da, doch mach auch gerne wieder Platz,
So gehe ich dann jedes Mal voll Freud, im Namen der Sonne, für den kommenden Frühlingsschatz!

EPILOG

Der Winter repräsentiert seine Macht und offenbart uns dabei seinen eigenen Herkunftsort.
Schaudernd erzählt er uns, dass Er das ist, was wir als „dunkles Nichts“ im All erachten.

Doch trotz seiner scheinbaren Bedrohung zeigt er sein Wohlwollen für die Fruchtbarkeit des Lebens!

ERLÄUTERUNG:

Wenn wir kurz nachdenken, wird uns klar, dass unsere Jahreszeit Sommer nicht wie der Winter direkt aus dem All stammt, sondern aus dem Sonnenstern.
Hingegen stammt unser Sonnenstern selbst, ebenso wie der Winter, „direkt“ aus dem unendlichen All.

Der Winter hat im All über 200 Grad Minus. Das zeigt uns seine Macht und auch, dass der unendliche Winter sich nie vollständig unter uns verbreitet, - so wie er es beispielsweise auf dem Mond zu tun vermag.

Der Winter und der Sonnenstern selbst würden uns schaden, wenn wir uns ihnen zu sehr aussetzen.
Weil wir uns in den richtigen Zonen aufhalten, haben wir Sommer.
- Dies ist es, das uns Leben ermöglicht!


Zwischen diesen beiden Mächten, der eine dunkel und unendlich groß, der andere glücklich Hell und voller Trost,
das Leben sich im Frühling zeigt und sich im Herbst wieder zur Ruhe neigt.

»DER WINTER SPRICHT«

TEIL 2

(Licht-Version)

PROLOG
Der Mensch sucht manchmal genau das Gegenteil dessen was er ist und darstellt. Einen Partner mit entgegengesetzten Charackerzügen die ausgleichen können.
Warum sollte das der fromme Winter nicht tun wollen? – Das Streben nach Wärme, Blumen, Leben und Licht.

Wenn die Temperaturen sinken weit und breit

Und Mutternatur sich zur Ruhe neigt,
Noch bevor der Regen sich formt zur schönen weißen Winterpracht,
Das erhabene Gefühl, sich in Geborgenheit und Wohlbefinden zurückzuziehen – in fast jedem Wesen fortschreitend erwacht.

Dann ehren alle Gemütlichkeit bei Wohn- und Heim,
Ob in Höhle, Kobel, unter der Erde oder im Gestein.

So abkühlend bin ich! -
Wie die See im Sommer oder die Limonade durch die ihr euch erfrischt.
Wie ein Schatten, der alle Geschöpfe vor zu hoher Hitze schützt,
Oder wie Ruhe, die den Geist und die Seele unterstützt.

– Ähnlich aber auch wie etwas, das den Ausgleich des Lebens bringt,
Indem es mit vollem Einsatz dafür ringt,
Allen Wesen die Wertschätzung des Frühlings vorzulegen
Und deshalb alle Üppigkeit vorübergehend zur Pause zwingt.

Dabei bin ich nur da und tue nichts.
– Beobachte nur die Pracht des Lebens, das inmitten meines Selbst entstand.
Wie schön, dass ich es plötzlich an meiner Seite fand,
Wie schön, dass mich in meinen Öden Zeiten,
der Frühling und seine Lebewesen, von der kahlen Langeweile befreiten.

So gebührt mein Dank allen, von Mikroben über Pilze und Pflanzen
Bis hin zu den Menschen
Von allen guten Geistern, bis hin zu den Elementen und sonstigen Gestalten,
Die es für richtig halten, das Leben zu fördern und freudig daran festzuhalten.

Erkennst Du die Pracht, die in den dunklen Leeren des rätselhaften Alls erwacht, und in Form von Leben und Wesen sich zeigt,
– Während es gerade jetzt sich selbst beobachtet weil es dazu neigt, in Harmonie und Lebensglück zu walten,
Neugierig und verspielt, die Schönheiten des Lebens fest in seinen Sinnen zu halten?

Ich danke dir Mensch,
Dass du Bist,
Dass du Liebst,
Dass du Vergibst,
– Dass du Frohgesonnen meine Gegenwart belebst!

EPILOG

Nachdem der Winter uns bei Gedicht Nummer 3 in seiner dunklen Version erschien und über so einige Gefahren berichtete,
wendet er sich nun dem Dank zu.
Er ist dankbar, im dunklen und einsamen All plötzlich Bewegung und Leben entdeckt zu haben.
Am Ende beschreibt er eine ganz besondere Person, und zwar „den Leser“ selbst – also uns!

»DER FRÜHLING SPRICHT«

PROLOG

Der Frühling erwacht mit voller Eleganz in der Ödheit des Winters. Er bekennt sich zu seiner wuchernden Fülle und möchte dem Menschen wieder das Lied der lebensbringenden Natur beibringen.

Da meine magische Zeit nun erreicht, der Winter voll Würde, von seinem Platze weicht

Gleich wie die Dunkelheit sich auflöst, wenn Licht sich zeigt
Oder wie Einsamkeit, die nun in Freundschaft und Nächstenliebe gedeiht.

All die Wesen wie sie sich besinnen, in den Wärme spendenden Gewändern der frohen Lebenslage,
als ob sie meine Schönheit mitgestalten, in meinen lebendigen Zeiten der üppig aufblühenden Frühlingssommertage.

Unzählige sind froh gediehen, dank der ersten Pflanzenwesen,
die vor Äonen von Jahren,
in trostlos einsamen Gewässern und sauerstofflosen stickigen Ländern gebaren.
– Verspielt und treu sind sie allesamt,
froh lauschend meinem lebensbringenden Gesang!

Bei den Menschen sind die freundlichsten oft die Kinder,
denn wenn sie wachsen, sind sie mich gerne am Hindern.
Dabei drehen sie der Natur den Rücken und machen Dinge, die mich einengen und meine Pracht lindern.

Nun ja, wenn es sich in Grenzen hält,
der Mensch trotzdem auf mich zählt und auf mich achtgibt,
sich mir anpasst und mich liebt,
mir zulächelt und mir seine Zuneigung schenkt,
trotz der Abwege gerne voller Begeisterung an mich denk – dann ist ja alles gut!
Liebet das Förderliche im Leben, habet nur Mut!

EPILOG

Über eine Milliarde Jahre hat es gedauert, bis dieses Geschenk der ersten Pflanzenwesen sich für uns aufgebaut hat. Was kann man also Besseres tun, als diese lebendigen Gaben zu lieben, zu genießen und sie zu teilen?
Wer die Natur versteht, erlangt ihre Symmetrie in seiner Seele – und auch am äußeren Leib.

»DER FRÜHLING SPRICHT«

Teil 2 (Algen-Version)

PROLOG

Der Frühling erscheint mit einer eher weniger bekannten Geschichte aus seiner Vergangenheit und schlägt einen Bogen bis hin zu unserer heutigen Zeit.
Wie am Lagerfeuer erzählt er uns seine Faszination über jene Einzeller-Algen, die vor ca. 3,8 Milliarden Jahren entstanden und sich im Laufe der Zeit zu Pflanzenkulturen entwickelten.
– Diese waren es, die den Grundstein für alles Leben auf der Erde legten!

Im Winter geboren, durch die Sonne geweckt und auf der Erde mein Heim,
So wache ich immerfort über des Lebens frohem Schein.

Meine Wurzeln reichen zurück in eine Zeit,
In der noch nicht mal Sauerstoff in der Luft und auch nicht im Wasser verweilt.
Keine Sicht weit und breit von irgendeiner schönen, grünen Üppigkeit.
– Nichts von dem, was wir jetzt als Schönheit kennen.
Außer das Tageslicht, möchte ich hinzu benennen.

Vor Äonen von Jahren, in öde leeren Gewässern und stickigen Landen,
Sind einzelne grüne Algen aus mysteriösen Gründen wohl entstanden.
Jede Alge lebte einsam und völlig allein – auf sich selbst gestellt,
Ohne einer anderen Alge die sich als Freund oder Partner zu ihr gesellt.

Und auf wunderliche Weise atmeten diese kleinen Algen!
Aber sie atmeten nicht einfach nur ein,
Sondern sie setzten beim Ausatmen sauberen Sauerstoff in die Welt hinein.

Es entstanden mehr von ihnen, und sie wurden unzählig viele!
Jede Alge duplizierte sich sogar und schuf ihre eigene riesige Familie.

Eines Tages waren sie so von großer Zahl geworden,
Dass sich die Familien schließlich begegneten allerorten!
Und sie staunten, die winzigen Algen.
Sie staunten und atmeten vor Freude hastig, und schossen dabei umso mehr sauberen Sauerstoff in die Atmosphäre!

Nichtsahnend schenkten sie der Welt Leben und Schönheit.
– Nicht aus Stolz und Ehren, sondern voller Sehnsucht und Freud, noch weitere von ihrer Art zu sehen und zu gebären,
Sich frohgelassen und kreativ unter anderen Kulturen zu vermehren.

Ohne es selbst zu wissen, waren sie der Anfang aller schönen Dinge,
Meiner Geburt, die mich jetzt alle als Frühling besingen.


So feierten und lachten die kleinen Algen gemeinsam mit ihren Familien und Freunden,
Und lachen auch noch heute voller Freuden!

Siehe jetzt all ihre verschiedenen Arten,
über 30.000 Gattungen sind sie von der Zahl, im gigantischen Meeresgarten.

Siehe auch all ihre Nachkommen, die sich jetzt stolz Pflanzenwesen nennen,
Wie sie die Welt mit frischer Luft und frohen Farben gestalten,
Wie sie sich unbeirrt dem Lebensglück bekennen,
Weil sie es für richtig halten, stets an Mutter Erdens Schoß zu walten.

Und die Vögel singen in den bunten Gewändern der fruchtigen Lebenslage,
Aller Arten unterschiedlicher Wesen voller Freude, in meiner lebendigen Zeit der üppig aufblühenden Lebenstage.

Allesamt strotzend, dank der ersten Pflanzenwesen,
Die vor Äonen von Jahren, bei Zeiten der öde leeren Gewässer und sauerstofflosen stickigen Länder gebaren.

– Elegant und dankbar sind sie allesamt,
Froh tanzend in meinem lebensspendenden Gewand!

EPILOG

Es ist das größte Wunder dieses Universums: Das Ergebnis perfekter Formationen von Materie und Energie, die sich zeitgemäß zu ‚Leben‘ entwickeln.

Doch der Ursprung dieses Wunders liegt für uns in der Tiefe.
Dass winzige Pioniere kamen, um uns den Weg zu ebnen und die Welt reinzuwaschen, bleibt unseren Sinnen oft fern.
Doch in jeder Blüte und in jedem Atemzug lebt ihr Geschenk fort – jenseits unserer Wahrnehmung.

»DER SOMMER SPRICHT«

PROLOG

Wenn die Welt im Sonnenlicht ihren höchsten Glanz erreicht, offenbart der Sommer seine wahre Kraft. Er ist ein flammendes Plädoyer für die Freude und ein mächtiger Schild gegen das Nichts. Hört genau hin, wie er uns lehrt, das Leben nicht nur zu ertragen, sondern es in seiner vollen Fülle zu feiern. 

Dank der lebensspendenden Sonne ist es vollbracht, 

Alles warm, sogar die schaurige einsame Nacht, nun ruhig und wohltuend mit uns lacht. 

Der Höhepunkt des wohlen Jahres ist somit erreicht und Freudentaumel hat sich in der Luft geweitet, 
Die Herzen aller Wesen, glückselig, ins Freie geleitet. 

So ist es in meiner Zeit – glanzvoll, zieht es die meisten nach draußen, 
Kaum einer will zuhause weilen, fast jeder möchte im Freien wandern und pausen. 
Ob nun zusammen oder allein, ob im Fliegen, im Liegen, beim Schwimmen oder beim Gehen, 
Voller Freudengefühle besingen mich all jene Wesen, die ihre Wohnlauben verlassen, um mir nachzusehen. 

Die fruchtige Zeit der Freude und Freiheit, die mit dem Frühling ihren Anfang bekennt,
Voller Eleganz mit unübersehbarer Pracht, euch im leblosen Winter besucht und beschenkt. 

So feiert mich, den Sommer, schätzt mich im Winter erst recht, und liebet den Frühling, es ist euer gutes Recht. 
Gewährt dem Leben eine frohe Zeit, erfüllt mit Liebe, Frieden und Holdseligkeit, – nur das ist wirklich gerecht! 

So genießt die gemeinsame schöne Zeit, legt die Waffen nieder und vergesst jeden Streit. 

Wohlwollend ist mein Rat gemeint: Denn es braucht Wohlklang zwischen Feinden für wahre Holdseligkeit!


So viel Hass und Neid, doch seid nun bereit, die Fahnen des Gegenübers voll Frieden und Harmonie zu heben! – Oder tun euch die jungen Burschen etwa nicht leid? 

Liebet euch im Namen des fruchtbaren Sommers Frohgesonnenheit! 

EPILOG
„Der Sommer ist der Zenit des Lebens – der strahlende Höhepunkt vor seinem eigenen Niedergang. In dessen Feuer erblüht jedes Wesen, das die Wärme genießt und sich vor der Glut zu schützen weiß.
Genießt das Licht. Denn mit dem Herbst beginnt bereits die stille Auferstehung des Winters.

So hört auf den Sommer:
Der Winter mag in vielen stecken, doch der Sommer lebt in jedem.
Lasst euren Frühling blühen, so gut ihr könnt – selbst wenn euer Gegenüber den Herbst ausstrahlt.
Respektiert seine Jahreszeit, doch wahrt die eure.
Vernichtet niemals den Frühling eines anderen. Lasst sie blühen und blüht mit ihnen.

»DER HERBST SPRICHT«

PROLOG

Der Geschmack des Herbstes ist ein eigener. Er bringt den Duft der Reife in unsere Herzen.
Wir finden unseren Frieden ohne Angst, dass die Blätter, die Farben oder die Gefühle des Sommers verschwinden.
Denn im Kerzenlicht spüren wir sie weiterhin:
Unsere immerwährende, uns hütende Kraft der Sonne.
Dies ist die Zeit der Früchte und der angenehmen Freiheit.

Die Zeit der euphorisch wehenden Winde, der strotzenden Ernten und der frohen Farbenflächen, 

Die, der frischen Marmelade und des Obstkompostes, weil Birnen und Trauben, Äpfel und goldene Quitten, eindrucksvoll die Länder bedecken. 

Zugleich aber auch die Zeit des Vergehens aller Pracht, und des Auftauchens der ersten leblosen Winterflecken. 

Also die Zeit der Vordenker, der Sammler und der Wintervorbereiter, 
Aber auch die der Wandersleute, der Nuss-Frucht-Liebhaber und die der Gemütlichkeitsempfänger. 
– Die Zeit derer, die das Leben wahrhaft verstehen und es richtig leben – von vor, bis nach dem Winter eben! 

Das erstaunliche Leben, das in der nackten Leblosigkeit ihren Kreislauf gewann, 
Nun mit sicherer Miene auf dem Rückweg wandert, zum Anfang, wo alles begann. 
Der Geruch von Obst und Laub – gleich der Geruch des Entstehens und des Hinscheidens, 
Dank des Sommers sicheren Versprechen, alle Wesen wonnetrunken und gelassen, vor Angesicht des großen Hinscheidens. 

Ein Mensch, dem ich einst lauschte, sagte rätselhaft: 
Das Gefühl, kurz vor dem Winter zu stehen, der Gedanke kalt und streng in seiner lebensscheuen Pracht zu vergehen, 
– Aber hingegen das sichere Gewissen, vorbereitet und wohlgesonnen durch die argwöhnische Zeit zu gehen – bald wieder vor dem blühenden Frühlingssommer zu stehen, 
Verschafft mir ein Gefühl der Dankbarkeit und der Besonderheit des Lebens.

Oh wahr, du sprachst weise, – verdeutlichte dessen nebenstehender Freund, nach einer kurzen Innepause leise. 
Und sie blickten zu mir, voll Ehrfurcht und Freud
– Von den Geheimnissen des Lebens kleinlaut eingeschüchtert,
aber doch eher fasziniert und von Herzen erfreut. 

Das Liebet das Leben! – das sag ich allen ohne scheu, 
Jahr für Jahr immer wieder erneut! 

EPILOG

Die Message des Herbstes ist ganz klar unübersehbar: Er ist ein Geschenk und Ernteparadies, so kurz vor dem Winter – zum Einsammeln, für alle Lebenskinder!

»UNSER SONNENSTERN SPRICHT«

PROLOG

Hört die Worte der Sonne.
Sie offenbart uns ihr Wesen, ihren Platz im eisigen Universum und den tiefen Grund ihrer Existenz.
Denn ihr Licht ist mehr als nur Helligkeit – es ist eine Botschaft.

Das Auge des Menschen ihn durchaus trüge,

Es ihm so scheint, als wenn ich die Erde wohl befliege.
Wie wenn ich ganz in der Nähe unter der Wolkendecke, geborgen wie ein Licht in seiner Laterne oder seinem Windlicht, freudig liege.

Doch sage ich euch, an jenem eisigen Ort ich lebe und haus,
Bei dem scheinbar kein Oben/Unten/Rechts/Links, kein Luftzug und kein Geräusch dort thronen.
Nur purster Winter herrscht mit übereisiger Faust.
– Zusammen mit unbekannten Energien, Gesteinsmetallen und Ionen, muss ich hinzu betonen!

Mir zu fern ist es nur kalt, mir zu nah wirst du gar, doch ohne mich gibt es kein Leben,
Nur wer geschmeidig tanzt mit mir, bekommt Fruchtbarkeit und Wonnesegen.
– So tanze ich im großen Winter,
mich drehend und niemals stehend, für alle Lebenskinder!

Hiermit sage ich voll erfreut,
bin ich da für euch als Leben und Leucht.
Hab nichts zu tun außer euch zu funktionieren,
Bin im Angesicht des Allmächtigen Allerschaffers immer zuverlässig am Rotieren.

Kann nichts wünschen, nichts möchten oder wollen - ohne eigenen Willen, folge ich strikten Regeln unausweichlich,
Bin glücklich mit dem was mir als Aufgabe gesandt, das Wenige was ich im ewigen Winter habe, ist für mich vollkommen reichlich.

Daher nimmt euren Willen in Ehren:
Begebet euch auf die Suche nach das Gute im Leben, indem ihr Gutes denket.
– Seit froh ihr einen freien Willen besitzt, genießt die Vielfalt wohl und ohne Zwist,
Während ihr euch einander Liebe schenket.


EPILOG
Ein eisiger Ort mit hunderten Grad Minus und eine Kugel, die so viel Wärme und Feuer ausstrahlt, dass sie diese Kälte zurückdrängt.

– Ein Sonnenaufgang bei 18 Grad Temperatur. –

Die Botschaft, die unsere goldene Sonne uns am Ende mitgibt, nehmen wir dankend an.

»DIE BÄUME SPRECHEN«

PROLOG

Die Bäume heben ihre Gefühle hervor und machen sich bemerkbar. 
Sie bieten uns Menschen ihre Zusammenarbeit an – wie sie es schon immer getan haben! 
Schließlich lüften sie den Schleier über dem einen oder anderen ihrer tief verwurzelten Geheimnisse.

In unserem langen ruhigen Leben gibt es für uns viel zu sehen,
Selbst wenn wir keinen Verstand besitzen, können wir einiges fühlen und verstehen.
Wir leben und verspüren, schweigen und besinnen – bemerken und erinnern.
Auch wenn wir stehen und niemals gehen,
empfinden wir unseres Umfeldes Geschehen,
tief in unserem Inneren.

Doch wir sehen bloß gewissermaßen,
bemerken nur das, was uns liebt, was uns hasst – was uns wohl tut.
Klagen also nicht, wenn ihr uns hinfort tragt in der Zahl von großem Maß,
solange ihr erwäget, dabei jeweils einen unserer Sprösslingszweige zu setzen, wohlgemut.

Bedenket bitte auch die Zeit zum Wachsen dieser kleinen Lieblinge – sonst wird es unschön zum Übermaß!

Ja, von uns gibt es sehr viele – allein in nur einem Menschenland mindestens fünfzig Milliarden, wohlbekannt.
So soll es auch stets bleiben, voller Liebe,
so soll es euch stets zum Wohle treiben!
Damit helft ihr scheinbar uns, doch beschenket eigentlich euch selbst des Glückes Segen.
Es lohnt sich also, seine Gunst in uns zu investieren,
eures eigenen freudigen Lebensglückes wegen.

In harmonischer Kommunikation untereinander, wohlgehegt und gut gelaunt,
ist unsere Spezies als riesige Gemeinschaft, vom Leben voll erstaunt.
Niemals gegeneinander pirschend und nie voneinander bangend,
zu dieser großen Zahl gewachsen, stets durch Harmonie und Frohgedeih
– als muntere Nachbarschaft, gemeinsam des Friedens Lieder sangend.

EPILOG
Ein Baum lebt lang und tief.
Ein Mensch lebt flexibel und zufrieden.
Wenn der Mensch mit seiner Flexibilität auf die inneren Informationen eines Baumes greift, kann es die Umwelt erkennen, wie sie damals war, als der Baum gelebt hat. Wie die Jahre vergangen sind wie die Feuchtigkeit der Umgebung war.

Das Leben der Bäume verschafft uns Leben und Informationen über das Leben.

»EINE SAGE ÜBER SCHÖNHEIT«

PROLOG

In einer Zeit, in der Schönheit durch äußere Einflüsse leicht erreichbar ist, vergessen wir oft ihren wahren Ursprung. Denn selbst die schönste Mode wurde einst im Inneren erschaffen – geboren aus der Zufriedenheit eines Menschen mit dem, was er schuf, was er tat und was er trug.

Erfahren Sie hier das höchste Geheimnis der Schönheit, das Ihnen überhaupt möglich sein kann.

Jedes Tier, jeder Stein, jede Pflanze sieht anders aus
und nichts davon ist wirklich hässlich.
An allem vermag eine gewisse Schönheit zu existieren,
diese Schönheit ist für unsere Welt und das Leben wahrhaft unerlässlich.

Bei den Lebewesen ist sie stets auch im Inneren verborgen,
so wie Liebe, Freud’ und Harmonie –
– aber ähnlich auch wie eines Menschen sinnlose Sorgen.

Die Beschaffenheit des Inneren ist das, was letztendlich nach außen erkoren,
wie ein Sonnenstern, dessen Strahlungsqualität durch die Art seines Sonnenkerns entsteht.
Mit entsprechendem ultraviolettem Licht
er das Leben fördert – oder nicht.

Ein bisschen ähnlich auch, wie die Farben der Nordlichter variieren,
je nachdem, welche Beschaffenheit die Moleküle der Atmosphäre besitzen,
mit denen dann die Sonnenstrahlen reagieren.

– Und so wird alles von innen reflektiert,
die Kraft der Gedanken und Gefühle des Menschen sich letztendlich nach außen manifestiert.

Keine Pflanze kann dauerhaft schön aussehen, wenn sie überwiegend mit schlechter Energie versehen,
und kein Tier oder Kind fühlt sich ständig grollig oder schlecht.
Eher fühlen sie sich die meiste Zeit über wunderbar und voller Freudenrecht.

– Aus diesem Grund können Pflanzen, Tiere und Kinder auch nicht hässlich sein,
sie repräsentieren allesamt die wahre Schönheit des Lebens,
– ohne Mühe und wie ganz von allein!

Wenn man wahre Schönheit dauerhaft ausstrahlen möchte, muss sie also auf eine gewisse Art und Weise auch innerlich existieren.
Jeder, der Wert auf Schönheit legt, sollte diese daher unbedingt auch „in sich“ realisieren!

EPILOG
Des Bürgers wohles Sein,
überdeckt oft durch den großen Schein.
– So klar jetzt am Horizont: Das ureigene wahre Dasein, das von innen her kommt.